Die Uni Köln konnte nur ein Drittel ihrer BWL-Bachelor-Absolventen in den entsprechenden Master aufnehmen. Wir wollten wissen, wie es an anderen Fakultäten aussieht und haben mit Studienkoordinatorin Kerstin Brünenberg und Studiengangsleiter Prof. Dr. Andreas Pfingsten gesprochen, die an der Uni Münster den Masterstudiengang BWL betreuen.

Studienkoordinatorien Kerstin
Brünenberg von der Uni Münster
In Köln gab es viel Unmut unter den Studenten, weil durch die reine Auswahl nach der Abschlussnote viele Kölner BWL-Bachelor keinen Masterstudienplatz bekommen haben. Wie war die Bewerbungssituation in Münster?
Pfingsten: Auch wir haben nicht alle eigenen Bachelorabsolventen, die sich für den Masterstudiengang beworben hatten, aufgenommen. Unser Auswertungsverfahren ist für alle Bewerber gleich. Auch bei unseren eigenen Bachelorabsolventen achten wir streng auf die Qualität: Wessen Leistungen und sonstige Qualifikationen nicht gut genug sind, bekommt keinen Masterplatz.
Und wie viele Bewerber hatten Sie auf wie viele Masterplätze?
Brünenberg: Trotz eines für die Interessenten sehr aufwändigen Verfahrens hatten wir ungefähr 1.500 Bewerbungen – auf 150 Studienplätze.
Wählen Sie die Bewerber für den Masterstudiengang Betriebswirtschaftslehre nur nach Note aus oder gibt es weitere Auswahlkriterien?
Brünenberg: Wir starten in diesem Herbst bereits den dritten Jahrgang. Nur nach der Bachelornote zuzulassen, schien uns von Anfang an nicht sinnvoll; denn sie allein ist weder vernünftig vergleichbar noch vollständig aussagekräftig für die zu erwartenden Studienleistungen. In jedem Jahr überprüfen wir daher die Zugangs- und Zulassungskriterien und optimieren das Verfahren. Persönliche Gespräche konnten wir aus Kapazitätsgründen bisher nicht umsetzen. Aber neben den Leistungen im Abitur und den einschlägigen Vorkenntnissen aus dem Bachelor bzw. dem ersten berufsqualifizierenden Abschluss, gehen weitere Qualifikationen (z.B. Sprachkenntnisse, Praktika, Auslandsaufenthalte, Eigeninitiative) in unsere Bewertung ein.