31. Januar 2011

Experten-Tipp: Kultur- und Medienmanagement

Ich habe meinen Bachelor in Kultur- und Medienmanagement am KMM Institut in Hamburg gemacht und absolviere dort jetzt ein FernMasterstudium im gleichen Fach. Ich hätte jedoch gerne mehr BWL-Inhalte in meinen Studium und bin daher auf der Suche nach nicht-konsekutiven Management/BWL-Mastern, in die ich wechseln könnte. Um meine Jobchancen zu verbessern, sehe ich es als notwendig für mich, etwas mehr von der Kultur und den Medien wegzugehen und eher im privatwirtschaftlichen Sektor nach Jobs zu sehen. Ich habe mir auch schon überlegt, einen zweiten Bachelor in BWL zu studieren. Ich hänge einfach etwas in der Luft, da ich nicht richtig absehen kann, wie so der Marktwert eines Bachelor- oder Masterabschlusses in Kultur- und Medienmanagement ist.

 

Leider können wir Ihnen nicht den ultimativen Tipp geben, welchen Weg Sie einschlagen sollten oder wie hoch der Marktwert eines Kultur- und Medienmanagers ist. Viel wichtiger ist, dass Sie sich darüber Gedanken machen, welchen Weg Sie am liebsten einschlagen WOLLEN. Sehen Sie sich eher im mittleren Management irgendeines Unternehmens in irgendeinem Bereich oder möchten Sie in einer bestimmten Position in einer spezifischen Branche arbeiten?  

 

Wenn Sie der Kultur und den Medien den Rücken zuwenden möchten, kann es  sinnvoll sein, einen allgemeinen BWL-Master zu absolvieren. Vielleicht besteht ja die Möglichkeit, sich das Wissen, dass Ihnen für die Aufnahme in einen konsekutiven Master noch fehlt, durch bestimmte Vorkurse o.ä. anzueignen. Viele der nicht-konsekutiven Masterstudiengänge setzen Schwerpunkte auf eine bestimmte Branche und bieten so nicht das ganz allgemeine BWL-Wissen, dass Sie lernen möchten. Am besten vergleichen Sie einfach mal die Ausrichtung und die Kosten der einzelnen Studienangebote in unserer Datenbank. Sie können fort nicht nur nach Fächern, sondern auch nach konsekutiver oder nicht-konsekutiver Ausrichtung des Studiums recherchieren.  

 

Jobben Sie neben dem Studium? Wenn ja, arbeiten Sie etwas Fachspezifisches? Praxiserfahrung ist im Endeffekt genauso wegweisend wie die Schwerpunktsetzung im Studium. Sie können also entweder durch Ihre Praxiserfahrung den Weg für Ihre berufliche Zukunft ebnen und ein allgemeines BWL-Studium absolvieren und /oder einen branchen-/fachspezifischen Master belegen. Beides miteinander zu verbinden (wenn Sie schon wissen, in welche Richtung es beruflich gehen soll), ist natürlich noch erfolgversprechender. Bei den meisten Arbeitgebern kommt es gut an, wenn man schon eine gewisse Richtung eingeschlagen hat und branchenspezifisches Wissen mitbringt. Wenn also Medien und Kultur nach wie vor Ihr Steckenpferd sind, sollten sie dabei bleiben. Und neben dem Studium so viel Praxiserfahrung zu sammeln wie möglich!

 

Noch einen Bachelor in BWL anzuschließen, macht wenig Sinn. Mehr als die Hälfte des Fachwissens haben Sie ja schließlich schon. Dann lohnt es sich schon eher, in den Bereichen, die Ihnen „fehlen“, nachträglich Kurse zu belegen. Vielleicht ist das ja auch per Fernstudium möglich.

 

 

                           

Unsere Experten:

  • Prof. Dr. Kai Furmans, Leiter der HECTOR School of Engineering and Management
  • Prof. Dr. Heike Jochum, Leiterin des Instituts für Finanz- und Steuerrecht, Uni Osnabrück
  • Christina Kremer, Projektleiterin Hochschulmarketing, Peek & Cloppenburg KG
  • Michael Heuters, RWTH Aachen, INBK - Institut für Nuklearen Brennstoffkreislauf
  • Dr. Immo Schmidt-Jortzig, Leiter der Programmakkreditierung / Zertifizierung der FIBAA
  • Jost Paffrath, Leiter Relationship Management der Frankfurt School of Finance
  • Bernd Schmitz, Leiter des Hochschulmarketings bei der Bayer AG
  • Dr. Christian Grüny, Juniorprofessor an der Fakultät für Kulturreflexion an der Universität Witten/Herdecke
  • Annette Kamps, Redakteurin des Portals www.mastermap.de
  • Denis Buss, Leiter Einstieg Studien- und Berufsberatung