Ein Auslandssemester im Lebenslauf ist heute längst kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Um im Vorstellungsgespräch aufzutrumpfen, muss es schon etwas mehr sein. Warum nicht gleich ein komplettes Masterstudium im Ausland absolvieren?

Ein Masterstudium im Ausland ist gut für die Karriere. © Photocase/dioxin
Auf dem globalisierten Arbeitsmarkt ist internationale Erfahrung heute unverzichtbar. Nicht umsonst sieht das Curriculum vieler Bachelorstudiengänge ein Gastsemester bzw. Praktikum im Ausland vor. Wer jedoch höhere berufliche Ziele verfolgt, sollte sich überlegen, ob er nach dem ersten akademischen Abschluss nicht noch ein komplettes Masterstudium in New York, Rio oder Tokio dranhängt.
Eines der beliebtsten Ziele ist nach wie vor Großbritannien: Fast ein Drittel der "postgraduate students" des Königreichs kommt von außerhalb und profitiert von der weltweit hoch angesehenen Lehre und den guten Studienbedingungen auf der Insel. Gleichzeitig perfektionieren sie dort ganz nebenbei ihr Englisch.
Zwar ist der Master auf der Insel mitunter nicht ganz preiswert zu haben - je nach Fächergruppe verlangen die Universitäten zwischen 7.000 und 21.000 britischen Pfund pro Jahr, die MBA-Programme an den renommierten Business-Schools schlagen sogar teilweise mit 30.000 Pfund und mehr zu Buche. Dafür seien die meisten Studiengänge aber auch so angelegt, dass sie schon nach einem Jahr zum Abschluss führen, so die Auskunft des
British Council in Berlin. Als EU-Bürger würden deutsche Studenten zudem nicht mehr zahlen als die Briten selbst.
Studieren in England ist teuer
Interessenten können sich das passende Master-Programm ganz einfach im Internet aussuchen und sich dann direkt bei der jeweiligen Hochschule bewerben. Da die meisten Studiengänge zulassungsbeschränkt sind, spielt die Examensnote eine große Rolle. Häufig steht vor der endgültigen Zulassung auch noch ein Telefon-Interview, in dem sich die Uni über die fachlichen Kenntnisse und die Motivation des Bewerbers informieren will. Ist auch diese Hürde überwunden, sollte sich der künftige "postgrad student" in jedem Fall um ein Stipendium bemühen, um die hohen Lebenshaltungskosten und die Studiengebühren in Großbritannien stemmen zu können. Mögliche Geldgeber sind der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), politische Stiftungen, aber auch die Hochschule bzw. die Fakultät selbst.