6. Dezember 2011

Konsekutiv oder weiterbildend

Welcher Master passt zu mir?

Wer nach dem Bachelor weiterstudieren möchte, hat die Wahl zwischen konsekutiven und weiterbildenden Masterstudiengängen. Nicht-konsekutive Studiengänge gibt es offiziell gar nicht mehr.

 

Bis vor einiger Zeit teilte man Masterstudiengänge noch in konsekutive, nicht-konsekutive und weiterbildende Studiengänge ein. Die Kultusministerkonferenz (KMK) hob diese Einteilung jedoch inzwischen auf. Seitdem werden auch die fachlich nicht auf den Bachelor aufbauenden, aber direkt an den ersten Abschluss anschließenden Master als konsekutiv bezeichnet. Den Unterschied zwischen konsekutiv und weiterbildend macht vor allem die Berufserfahrung aus, die bei den einen vorausgesetzt wird und bei den anderen nicht.

 

Konsekutive Masterstudiengänge:

Konsekutive Master bauen inhaltlich auf dem zuvor studierten Bachelor auf, stellen einen fachlichen Zusammenhang zu dessen Grundlagen her und vertiefen oder spezialisieren die bereits erlernten Inhalte. Eine zweite Variante besteht darin, einen fachlich anderen Master zu studieren. Das vorangegangene grundständige Studium spielt hierbei keine so große Rolle. Beispiel: Wer seinen Bachelor in Betriebswirtschaftlehre gemacht hat, kann danach einen Master in „Sportmanagement“ oder „Marketingmanagement“ anhängen. Ebenso steht es etwa einem Historiker mit Bachelor frei, sich für einen journalistischen Master zu entscheiden. Der Knackpunkt: Nur etwa 10 Prozent aller Masterstudiengänge sind derart flexibel aufgebaut, die Auswahl ist also deutlich eingeschränkter als bei „herkömmlichen“ aufeinander aufbauenden Mastern. Übrigens: Die Anbindung an einen fachlich unterschiedlichen Master wurde lange als „nicht-konsekutiv“ bezeichnet. Seit 2008 werden aber auch Masterstudiengänge, die fachlich nicht direkt an den Bachelor anknüpfen, offiziell den konsekutiven Studiengängen zugeordnet. Wirklich durchsetzen wird sich die Neueinteilung jedoch erst, nachdem ein Großteil der Master, die noch unter dem Label "nicht-konsekutiv" laufen, re-akkreditiert worden ist.

 

 

Weiterbildende Masterstudiengänge:

Weiterbildende Masterstudiengänge richten sich an eine bereits berufstätige Klientel oder zumindest an Studenten, die schon Berufserfahrung mitbringen. Zugangsvoraussetzung ist neben einem ersten Abschluss eine mindestens einjährige Berufstätigkeit, da die Inhalte des Studiums an die Erfahrungen im Job anknüpfen sollen. Die meist anwendungsorientiert ausgerichteten Weiterbildungsmaster werden daher auch oft berufsbegleitend angeboten. Bekanntestes Beispiel ist ohne Zweifel der wirtschaftswissenschaftliche „Master of Business Administration“ (MBA), der sich unter Berufstätigen branchenübergreifend großer Beliebtheit erfreut. Trotz unterschiedlicher Ausrichtung führen weiterbildende Masterstudiengänge zum gleichen Qualifikationsniveau und zu denselben Berechtigungen wie konsekutive Studiengänge.

 

 

                           

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