15. Juli 2011

Duale Hochschule Baden-Württemberg

Berufsbegleitend zum Master!

Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) ist die erste duale Hochschule in Deutschland. 2009 gegründet, führt sie das duale Prinzip der früheren Berufsakademie Baden-Württemberg fort. Im Wintersemester 2010/2011 starteten hier allein 8.800 Studienanfänger mit ihrem Bachelor-Studium. Am Standort Mannheim werden in Zusammenarbeit mit der Graduate School Rhein-Neckar aktuell die Masterprogramme Informatik, IT Management sowie Gesundheitsmanagement und -controlling angeboten.

 

 

Linda Pflästerer Duale Hochschule Baden-Württemberg

Linda Pflästerer von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (Standort Mannheim)

Welche Masterstudiengänge sind denn am beliebtesten an der DHBW Mannheim?

Linda Pflästerer: Die größte Nachfrage besteht am MBA-Studiengang IT Management. Für das berufsbegleitende Studium liegen uns derzeit mehr Bewerbungen vor als es Studienplätze gibt. Der MBA-Studiengang IT Management zeichnet sich durch die Kombination von Präsenzveranstaltungen und synchronen Online-Vorlesungen aus. Damit verringert sich der Reiseaufwand für die Studierenden. Und es ist auch für Studierende, die gerade auf einem Projekt im Ausland sind, möglich, trotzdem an den Vorlesungen teilzunehmen.

 

Aus welchen Berufsbereichen und Positionen rekrutieren sich Ihre Studierenden?

Pflästerer: Das ist abhängig vom Studiengang, da wir so genannte professional MBA-Programme anbieten. Damit ist der Hintergrund der Teilnehmer bezüglich Branchen und Berufsbereiche sehr unterschiedlich. Gemein haben diese, dass sie in ihrem ersten Studium den Schwerpunkt nicht auf die Vermittlung von betriebswirtschaftlichen Kenntnissen und Unternehmensführung gelegt haben. Nun sind die Teilnehmer aber an einem Punkt in ihrer Karriere angekommen, bei dem sie auf diese Kenntnisse nicht mehr verzichten können oder wollen. Die Teilnehmer möchten vor allem ihr General Management-Wissen ausbauen, ihre social skills vertiefen und gleichzeitig ihre Berufstätigkeit nicht aufgeben.

 

Wie viele Wochenstunden für Präsenz- und Heimstudium bringen die Master-Studierenden gewöhnlich ein?

Pflästerer: Des ist abhängig vom jeweiligen Studiengang: In manchen Studiengängen finden die Vorlesungen ausschließlich freitags und samstags statt. In anderen werden die Vorlesungen in Wochenblocks angeboten. Gemein ist den Studiengängen aber, dass sie mit 90 ECTS-Punkten akkreditiert sind und diesen somit ein Arbeitsaufwand (workload) von 2.700 Stunden zugewiesen ist. Die Studierenden müssen einen durchschnittlichen Zeitaufwand von 20 Stunden/Woche einkalkulieren. Dies ist abhängig vom eigenen Kenntnisstand, und während der Präsenzphasen ist der Stundenanteil natürlich höher als in den Selbstlernphasen.

 

Wie unterscheidet sich das duale Masterstudium vom gewöhnlichen Masterstudium?

Pflästerer: Das duale Masterstudium ist berufsbegleitend und schließt nicht direkt an den Bachelor an, sondern setzt eine Berufserfahrung von mindestens ein bis zwei Jahren voraus. Dadurch bringen unsere Studierenden ganz andere Erfahrungen mit ein. Außerdem können sie das Erlernte direkt in den Arbeitsalltag integrieren und in der Praxis erproben. Umgekehrt ist auch der theoretische Unterricht viel praxisorientierter als bei konsekutiven Mastern.

 

Gibt es Unternehmen, die ihre Angestellten beim Masterstudium unterstützen?

Pflästerer: In den letzten beiden Jahren waren die Unternehmen aufgrund der wirtschaftlichen Situation äußerst zurückhaltend mit der Unterstützung ihrer Mitarbeiter in Bezug auf Weiterbildungsmaßnahmen. Inzwischen ist ein Trendwechsel erkennbar. Viele unserer Teilnehmer werden von ihren Unternehmen, unabhängig von deren Größe, gefördert: Von der kompletten Finanzierung bis hin zu einer Kostenaufteilung oder durch eine Freistellung für die Präsenzveranstaltungen.

 

Im Oktober 2011 starten Sie den neuen Studiengang Informatik (M.Sc.). Für wen bietet sich dieses Studium an?

Pflästerer: Insbesondere sind inhaltliche Voraussetzungen an die Zulassung zum Masterprogramm geknüpft. Diese umfassen Grundlagenwissen der Informatik. In der Regel wird dies in einem Bachelor- bzw. Diplomstudiengang der Informatik, Wirtschaftsinformatik, Informationstechnik oder in ähnlichen Studiengängen erworben. Die Module setzen Grundwissen in den dort aufgeführten Themengebieten voraus. Ist dieses nicht vorhanden, so kann der Studierende dies in einem Vorsemester nachholen. Des Weiteren setzen wir eine mindestens einjährige Berufstätigkeit nach Abschluss des ersten Hochschulstudiums sowie eine Tätigkeit im Bereich der Informatik voraus. Als Master of Science-Studiengang baut er inhaltlich auf dem auf, was die Studierenden schon in ihrem ersten Studium erlernt haben und setzt keinen Schwerpunkt auf die Vermittlung von betriebswirtschaftlichen Kenntnissen und Unternehmensführung.

 

Mehr Infos zum Masterstudium an der DHBW Mannheim:

www.dhbw-mannheim.de/masterprogramme/

 

                           

Die Einstieg Studien- und Berufsberatung bietet Coachings speziell für Absolventen und Young Professionals. mehr...

Service