Die deutschen Studierenden sind akademisch ambitioniert: Laut der neuen Master Studie 2012 wollen drei Viertel der Befragten nicht schon nach dem Bachelor-Abschluss den Berufseinstieg suchen, sondern erst mit dem Master in der Tasche die Hochschule verlassen.

Der Bachelor-Abschluss reicht den meisten Studierenden laut der Master Studie 2012 nicht - drei Viertel der Befragten wollen danach weiter studieren. © Anke Tillmann
Im Zuge der Bologna-Reform wurde mit dem Bachelor ein neuer, bereits nach drei Jahren berufsqualifizierender Abschluss konzipiert. Drei Viertel der deutschen Studierenden wollen allerdings nicht schon nach ihrem Bachelor-Abschluss auf den Arbeitsmarkt drängen. Das ist ein zentrales Ergebnis der Master Studie 2012, für die die Berliner Agentur Swop von August bis Oktober 2011 rund 1.400 Studierende zu ihrem Studium, Weiterbildungsplänen und Vorbereitungen für den Berufsteinstieg befragt hat.
Etwa 73 Prozent der befragten Bachelor-Studierenden streben demnach einen Master oder einen anderen weiterqualifizierenden akademischen Abschluss an. Nur 14 Prozent der Teilnehmer möchten unmittelbar nach dem Bachelor-Abschluss den Berufseinstieg suchen, würden den Master aber möglicherweise später nachholen. Passend zu diesem Ergebnis fühlen sich 42 Prozent der angehenden Bachelor-Absolventen (noch) nicht ausreichend auf das Berufsleben vorbereitet.
Bei der Frage nach Fähigkeiten und Kompetenzen, die im Studium stärker gefördert werden sollten, sprachen sich die meisten Teilnehmer für Projektmanagement-Kenntnisse aus (44 Prozent). Doch auch der Wunsch nach erweiterten Fremdsprachenkenntnissen (42 Prozent) und Praxis im Lern- und Selbstmanagement (41 Prozent) ist unter den Befragten groß.
Ein weiteres Ergebnis der
Master Studie 2012: Die Gesamtzufriedenheit der Teilnehmer ist im Vergleich zur letzten Studie aus dem Jahr 2009 leicht gestiegen: 75 Prozent der Befragten sind laut eigener Auskunft zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrem Studium, nur drei Prozent der Teilnehmer unzufrieden.