8. Oktober 2009

Studie zum Berufseinstieg von Bachelor-Absolventen

Zufrieden trotz geringeren Gehalts

Die meisten Bachelor-Absolventen finden ebenso schnell einen Job wie ihre Diplom- und Magister-Kollegen. Sie werden allerdings deutlich schlechter bezahlt, zeigt eine aktuelle Absolventenstudie.

 

Geld allein macht nicht glücklich. Foto: Anke Tillmann

Eine Absolventenstudie der Freien Universität Berlin zeigt, dass die Jobperspektiven für Bachelor-Absolventen gar nicht so schlecht sind wie von Kritikern immer wieder geunkt wurde. Befragt wurden rund 35.000 Absolventen aller Abschlüsse ein gutes Jahr nach ihrem Abschluss 2007.

 

Das für Bologna-Freunde erfreuliche Ergebnis: Bachelors haben insgesamt die gleichen Chancen wie Absolventen früherer Studiengänge. Die Jobsuche dauert mit durchschnittlich rund drei Monaten genauso lang wie bei Diplom- und Magisterabsolventen. Auch die Arbeitslosenqote ist  eineinhalb Jahre nach Abschluss mit drei Prozent (Uni) bzw. 4 Prozent (FH) genauso niedrig.

 

Master statt Ausland?

 

Die allseits geforderte Mobilität lässt allerdings noch auf sich warten: Zwar gehen mit 35 Prozent sogar mehr Fachhochschul-Studenten während ihres Studiums in Ausland als früher, an den Unis hat die Zahl der Auslandsstudenten jedoch um ganze sieben Prozent abgenommen. So viel Zeit und Freiheiten wie früher haben die Studenten heutzutage eben nicht mehr. Viel schneller fertig sind die meisten jedoch mit dem Studium nicht: Die meisten bleiben der Uni zum Master-Abschluss treu. Der Mehrzahl der FH-Studenten dagegen reicht der Bachelor – 58 Prozent von ihnen stehen fest im Berufsleben.

 

Natürlich unterscheiden sich alle Angaben stark nach Studienfach: So wagen Wirtschaftswissenschaftler häufiger den Schritt ins Berufsleben als Naturwissenschafts-Bachelor. Auch beim Gehalt gibt es branchenspezifische Unterschiede. Insgesamt lässt sich jedoch festhalten, dass Berufseinsteiger mit Bachelor-Abschluss durchschnittlich 500 Euro im Monat weniger verdienen als Diplom- oder Master-Absolventen. Die Fachhochschüler stehen dabei übrigens nicht ganz so schlecht da wie ihre Kommilitonen von der Uni.

 

Die meisten Bachelors sehen jedoch keinen Grund zur Klage: Zwei Drittel von ihnen sind zufrieden mit ihrer Stelle und halten sie für ihrer Ausbildung angemessen.