7. Juli 2011

"Personology"-Gründer Bert Szilagyi im Interview

Karriereeinstieg Masterstudium

Bert Szilagyi, 27, absolvierte einen Bachelor in Ostasienwissenschaften und Publizistik und einen Master in European Business. Als Gründer des Online-Startups „Personology“ hat er den Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg 2011 gewonnen. Im Interview verrät er, warum der Wandel vom Geisteswissenschaftler zum Business-Master der Durchbruch zum Erfolg war.

 

"Personology"-Gründer Bert Szilagyi und Maximilian Modl

"Personology"-Gründer Maximilian Modl und Bert Szilagyi (rechts)

Sie haben an der ESCP Europe Berlin "European Business“ studiert und schon im Studium „Personology“ gegründet. Inwiefern hat das Studium Sie auf Ihre Selbstständigkeit vorbereitet?

Szilagyi: Das  Studium deckt alle elementaren Bereiche der BWL ab und ist sehr praxisnah. Das erleichtert den Einstieg ins eigene Unternehmen erheblich. Jedoch viel wichtiger als die harten BWL-Fakten sind die Soft Skills, die mir das MEB-Programm gebracht hat. Teamfähigkeit und Belastbarkeit konnte ich erst durch dieses Studium ausreichend entwickeln. Auch diverse Wochenendkurse, wie zum Beispiel das Rhetorik-Training verbessern die Fähigkeit sich selbst zu präsentieren. Dies ist für Gründer sehr wichtig, wenn man beispielsweise das eigene Konzept vor potenziellen Investoren vorstellt.    

 

Vor dem Master haben Sie Ostasienwissenschaften und Publizistik an der FU Berlin  abgeschlossen? Wie kam es zu dem inhaltlichen Wandel?

Szilagyi: Ursprünglich habe ich nach Neigung und Leidenschaft studiert, was ich nie bereut habe. Ich hatte eigentlich vor Journalist zu werden. Nach einem journalistischen Praktikum habe ich ein halbes Jahr im Startup "MyParfuem" gearbeitet und eine neue Leidenschaft entdeckt: etwas Eigenes zu erschaffen. Für eine Gründung empfand ich es als sinnvoll noch ein fachspezifisches Masterstudium zu absolvieren.  

 

Wie kam es dazu, dass Sie sich schon im Studium selbständig gemacht haben?

Szilagyi: „Personology“ ist ein innovationsorientiertes Internet-Startup. Die schnelllebige Online-Branche verlangt vor allem zwei Dinge: Fokus und Geschwindigkeit. Daher habe ich schon während des MEB-Programms viel Energie in die Gründung gesteckt mit dem Ziel, schnell Marktreife zu erreichen. Die Doppelbelastung war nicht immer einfach, dafür aber sehr lehrreich. 

 

Wie entstand die Idee zu „Personology“?

Szilagyi: Da Gründer meistens auch in der Freizeit gerne über Geschäfte sprechen und nie richtig abschalten, kam es, dass wir im Sommer 2010 gemütlich bei einem Bier beisammen saßen und uns über Online-Marketing und mögliche Innovationen unterhielten. Vor allem das Thema Virales Marketing durch Online-Videos hatte es uns angetan. So etwas wollten wir unbedingt für "MyParfuem" machen. Also haben wir unser erstes Video in Eigenregie gedreht und personalisiert. Da wir das Ergebnis super fanden, haben wir „Personology“ gegründet.

 

                           

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